Kultur

18.3.2020: Katya Apekina

Katya Apekina. Foto: The Ingalls / Suhrkamp Verlag

Veröffentlicht am 15. Januar, 2020 | 16:49


Am Mittwoch, 18. März 2020, 20 Uhr, veranstaltet das Deutsch-Amerikanische Institut e. V. „Carl-Schurz-Haus“ im Freiburger Artjamming Café, Günterstalstraße 41, eine Autorinnenlesung und Gespräch mit Katya Apekina. Im Mittelpunkt steht dabei der Roman „The Deeper The Water, The Uglier The Fish / Je tiefer das Wasser“.

„Voll dunkler Schönheit“, „erfrischend originell“, „staunenswert versiert“ und „nicht weniger als hinreißend“ verfasst – so urteilte das amerikanische öffentlich-rechtliche Radio NPR über Katya Apekinas schlichtweg spektakulären Debütroman, eine meisterlich moderne Renovation der Southern-Gothic-Literatur.

Die in Moskau geborene und schon seit frühester Kindheit in den USA wohnende Autorin schreibt über den dramatischen Lebensumbruch zweier halbwüchsiger Schwestern, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Edie und Mae werden nach dem Suizid-Versuch ihrer Mutter Marianne, einer zu Trancen neigenden Lyrikerin und gelegentlich labilen Fantastin, in die Obhut ihres Vaters Dennis gegeben – ein Mann, den beide Mädchen kaum kennen, ein früherer Bürgerrechts-Aktivist und einst berühmter, heute erfolgloser Romancier.

Außer einem Umzug vom ländlichen Louisiana in die glitzernde Großstadt New York stehen auch noch andere grundlegende Weichenstellungen an: Für die nach ihrer Mutter geratene Edie bedeuten die neuen Umstände einen absolut unverzeihlichen Verrat an der Familie, für Mae dagegen die langersehnte Möglichkeit zur eigenen Befreiung. Schnell kommt es zum Bruch: Während eine Schwester einen verzweifelten Rettungsversuch unternimmt, lässt sich die andere ein auf die plötzliche väterliche Zuneigung – und die dubiose Bitte, ihm beim Schreiben seines neuen Romans über Mutter Marianne zu helfen.

Alle sind sie getrieben von einer Obsession: Verstehen, was tief in ihnen, was zwischen ihnen vor sich geht. Von der Suche nach den Grenzen zwischen zwei Menschen ist Katya Apekina zurückgekehrt: mit einem Roman, der Grenzen verwischt. Die Autorin von Je tiefer das Wasser (auf Deutsch bei Suhrkamp) lebt heute in Los Angeles und gewann Stipendien und Preise. Sie übersetzt russische Lyrik, schreibt Drehbücher. Ihr Debütroman bei einem kleinen, unabhängigen Verlag wurde zum US-Überraschungserfolg 2018.

Weitere Autorinnenlesungen des Carl-Schurz-Hauses:
– Mittwoch, 12. Februar, 19.30 Uhr, Literaturhaus Freiburg, Bertoldstraße 17: Regina Porter – The Travelers / Die Reisenden
– Donnerstag, 5. März, 20 Uhr, Peterhofkeller, Niemensstraße 10: Sigrid Nunez, Gewinnerin des National Book Award 2018 – The Friend / Der Freund
– Freitag, 20. März, 20 Uhr, Artjamming Café, Günterstalstraße 41: Rebecca Makkai, Finalistin für den Pulitzer-Preis 2018 – The Great Believers / Die Optimisten

 

Am Beliebtesten

Nach oben
X