Satire

Kronenbrückenschlag

Veröffentlicht am 10. Juli, 2018 | 23:19


Ein kalter Krieg besteht auf zeit- und kostenintensiver Aufrüstung und Abschreckung. Wer hingegen affektbedingt spontan Waffenarsenale und Bodentruppen beschaffen muss, ist vor allem auf seine Phantasie angewiesen:

10. Juli 2018, Freiburg – Bei der Polizei ging am Dienstag, gegen 16:20 Uhr, über Notruf die Meldung ein, dass sich mehrere Personen auf der Kronenbrücke schlagen würden. Es sei auch eine Kettensäge im Spiel. Aufgrund dieser Mitteilung kamen mehrere Streifenbesatzungen zum Einsatz.

Vor Ort konnten mehrere beteiligte Personen festgestellt werden. Die bisher durchgeführten Ermittlungen sprechen dafür, dass eine verbale Auseinandersetzung Auslöser des Konflikts war. Ein 18-Jähriger war zuvor mit seiner Freundin an zwei Bauarbeitern (28 und 59 Jahre alt) vorbeigegangen – dabei sei es zu einem Streit gekommen. Der 18-Jährige, der nach diesem Disput zunächst weitergegangen war, erschien kurze Zeit später mit zwei Begleitern an der Kronenbrücke, um die beiden Bauarbeiter anzugreifen. Dabei hätten sie ein Fahrradschloss als Waffe benutzt.

Zur Abwehr dieses Angriffs habe einer der Arbeiter eine Kettensäge gestartet, woraufhin die drei Männer geflüchtet seien. Der genaue Ablauf des Geschehens ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Der 18-Jährige und einer seiner Begleiter (23 Jahre alt) konnten schon kurz nach dem Vorfall vorläufig festgenommen werden.

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