Satire

Internationales Renngeschehen

Wagen mit Streifen. Foto: Arne Bicker

Veröffentlicht am 30. Mai, 2018 | 21:02


30. Mai.2018, Titisee – Raketenwerfer an Bord, Schleudersitz, U-Boot-Automatik, Reißnagelstreuer – der deutsche Automobilzubehörhandel hinkt dem Niveau englischer Geheimdienste leider noch meilenweit hinterher. Nur das Dröhnen der Motoren, das gibt es auch hierzulande:

Ein Autofahrer, der die B 31 von Titisee in Richtung Löffingen befuhr, teilte der Polizei gegen 10:30 Uhr telefonisch mit, dass sich zwei in gleicher Richtung fahrende Sportwagen mit ausländischen Kennzeichen ein Rennen liefern würden. Eine Streife der Verkehrspolizei, die mit einem zivilen Videofahrzeug in diesem Bereich unterwegs war, konnte die beiden Fahrzeuge feststellen.

Bei einer Nachfahrt wurde östlich des Dögginger Tunnels bei beiden Fahrzeugen eine Geschwindigkeit von über 170 km/h festgestellt. Erlaubt sind dort aber lediglich 100 km/h. Beide Sportwagen konnten kurz darauf angehalten werden. Es handelte sich um einen orangefarbenen Mc Laren und einen schwarzen Porsche. Bei den Fahrzeugführern handelte es sich um einen 57 Jahre alten Briten und um einen 40 Jahre alten polnischen Staatsbürger, der ebenfalls in England wohnhaft ist.

Damit besteht bei beiden Männern der Verdacht, dass diese sich der Straftat des „Verbotenen Kraftfahrzeugrennens“ schuldig gemacht haben. Der Straftatbestand des § 315 d StGB wurde erst im Oktober 2017 im Strafgesetzbuch verankert. Die beiden Männer mussten vor Ort eine Sicherheitsleistung in Höhe von jeweils 2.000 Euro hinterlegen, um eine Beschlagnahme ihrer hochwertigen Fahrzeuge zu vermeiden. 

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