Satire

Wo ist mein Taxi?

Veröffentlicht am 5. Juni, 2018 | 20:52


5. Juni 2018, Weil am Rhein – Wenn ein Taxifahrer Fremdtaxi fährt, weil sich sein eigenes Taxi quasi verfahren hat, dann ist das ein verzwickte – um nicht zu sagen: verfahrene Angelegenheit:

Am Vormittag rief ein 39-jähriger Mann beim Polizeirevier an und teilte mit, dass er sein Taxi vor einem Einkaufszentrum in der Hauptstraße verschlossen abgestellt habe und dieses nun nicht mehr da sei. Allerdings war er sich beim Abstellort nicht so ganz sicher, da es ja noch früh am Morgen war.

Die Beamten fuhren zur Örtlichkeit und regten eine Ortung des Taxis über das Unternehmen an. Dabei stellte sich heraus, dass sich das verschwundene Taxi auf Schweizer Territorium befand und auf einem Firmengelände stand. Wie es dorthin kam, war rasch geklärt. Weil das Taxi im Halteverbot stand, kontaktiere ein Verantwortlicher des Einkaufszentrums das Taxiunternehmen. Dieses konnte den Fahrer nicht erreichen und setzte daraufhin einen Ersatzfahrer in Marsch. Der holte das Taxi mit einem Ersatzschlüssel ab und stellte es auf dem Firmenareal ab.

Über diese positive Nachricht war der ursprüngliche Fahrer zwar erleichtert, zugleich aber auch peinlich berührt.
Selbstkritisch meinte er zu den Beamten, zukünftig morgens einen Kaffee mehr trinken zu wollen, um hellwach für die Arbeit zu sein. Danach bestellte er sich bei der Konkurrenz ein Taxi und ließ sich zu seiner Firma chauffieren – Fahrgast-Feeling inclusive.

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