Mediatheken

Medienentwicklung: Precht trifft Rezo

Youtube-Star Rezo zu Gast in der 50. Ausgabe der Sendung "Precht". Foto: ZDF / Juliane Eirich.

Veröffentlicht am 21. September, 2020 | 20:35


Der Fernseh-Philosoph Richard David Precht und sein Studiogast Rezo kratzen in der 50. Ausgabe der philosophischen Gesprächsreihe „Precht“ am medialen Umbruch, an Misstrauen und Glaubwürdigkeitskrise ‚der‘ Medien. Am Ende, darin sind sich beide einig, braucht es eine besser Ausbildung im Umgang mit der deutlich gewachsenen Anzahl an Facetten moderner Berichterstattungsformen.

Informierten sich die Menschen früher aus vergleichsweise wenigen Massenmedien und den Publikationen großer Verlagshäuser, so bietet das Netz heute eine gigantische Fülle an Informationsmöglichkeiten, aber auch an Chancen, selbst öffentlich wirksam zu werden. Neue Meinungsmacher treten hervor, Blogger*innen und YouTube-Stars mit großem Einfluss. Richard David Precht spricht mit Rezo, einem der markantesten deutschen Youtuber, Nannen- und Grimme Online-Preisträger 2020, der durch seinen Beiträge „Die Zerstörung der CDU“ (17,8 Mio. Klicks) und „Die Zerstörung der Presse“ (3,5 Mio. Klicks) bekannt geworden ist.

Mit Hilfe von Facebook, Twitter und YouTube ist es heute jedem und jeder möglich, Meinungen, Fakten, auch Fakes, kostenlos und weltweit zu verbreiten. Provozierende Inhalte sorgen für hohe Klickzahlen. Und während etablierte Medien zumeist nach journalistischen Regeln zu agieren versuchen, sorgen sich viele digitale Influencer scheinbar weniger um Wahrheitsgehalt oder Überprüfbarkeit ihrer Inhalte.

Rezo ist davon überzeugt, dass der Umgang mit digitalen Informationen müsse aber viel bewusster erlernt werden – von den Machern ebenso wie von den Usern. Im besten Fall könnten die beiden so verschiedenen Welten der „alten“ und „neuen“ Medien voneinander lernen und profitieren. Und nicht YouTube, sondern die Mediatheken werden das lineare Fernsehen ablösen, meint Rezo.

 

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