Satire

Autofahrer tickt aus

Veröffentlicht am 26. Juli, 2018 | 10:16


Manchmal macht es geradezu ausdrücklich Sinn, alte Sinnsprüche auf ihren Aktualitätsgehalt hin zu überprüfen und Satzbau und Formulierung gegebenenfalls an neue Realitäten anzupassen. Sagen wir als: Wer den Schaden macht, sollte nicht auch für Spott sorgen:

25.07.2018, Weil am Rhein – Gegen 19:30 Uhr am Mittwochabend war der Polizei ein Unfall in der Oberen Schanzstraße gemeldet worden. Der Halter eines Mercedes-Benz hatte bei seiner Rückkehr zu seinem geparkten Wagen eine neue Beschädigung an seiner Front gesehen. Übereinstimmend war der Schaden mit der Höhe des verbogenen Fahrradträgers eines BMW, der direkt vor dem Mercedes abgestellt war. Bestätigung fand diese Mitteilung in der Polizeistreife, die zur Unfallaufnahme entsandt worden war. Die Polizisten dokumentierten übereinstimmende Schadensbilder.

Zwischenzeitlich war auch der verantwortliche BMW-Fahrer, ein 40 Jahre alter Mann, erschienen. Dieser bestritt vehement eine Unfallbeteiligung. Als die Personalien erhoben wurden, flippte dieser total aus. Er schrie herum, bäumte sich auf und ging aggressiv mit erhobenen Händen auf einen Polizisten zu. Da er sich nicht beruhigen ließ, auch nicht von seiner Frau, wurde er fixiert und in einen Streifenwagen gesetzt. Langsam kam er dann wieder runter. Nachdem er sich wieder beruhigt hatte und belehrt worden war, konnte er seinen Nachhauseweg antreten.

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