Fotogalerien

Die Mona Lisa vom Schwarzwald

Auch der Schwarzwald hat eine Mona Lisa: Josef Henri Francois van Lerius' "Junges Mädchen aus dem Hotzenwald" ist im Augustinermuseum zu sehen. Foto: Arne Bicker

von Arne Bicker

Da hängen sie, die Schwarzwälder Schinken: Das Augustinermuseum in Freiburg eröffnet am Freitag, 19. April 2019, die Ausstellung „Schwarzwald-Geschichten“ inklusive einer digitalen Instagram-Schau „#blackforeststories“. 70 Gemälde von der Landschaft, den Menschen und ihren Traditionen sowie unzählige vom Publikum eingereichte Instagram-Fotos zeichnen ein Bild von Schwarzwaldgeschichte und -sein. Bis Sonntag, 6. Oktober, sind Besucherinnen und Besucher eingeladen, die Schau zu entdecken und eigene Fotos zu posten.

Ins Auge sticht das faszinierende Öl-auf Holz-Gemälde „Junges Mädchen aus dem Hotzenwald“ (1952/53) des Belgiers Josef Henri Francois van Lerius (1823 – 1876), das frappant an Leonardo da Vincis Mona Lisa aus der italienischen Renaissance des 16. Jahrhunderts erinnert. Auch Wilhelm Hasemanns zwangsverheiratete „Magdalena unter dem Kreuz“ (1905) und Franz Xaver Winterhalters „Briefleserin“ (1860-65) fesseln den Blick.

Und so scheinen es neben den Landschaften vor allem die Bildnisse starker Frauen zu sein, die diese Schwarzwaldausstellung dominieren. „Wir haben versucht, die Bilder zum sprechen zu bringen“, sagte Tilmann von Stockhausen, Leitender Direktor der Städtischen Museen Freiburg, bei einem Presserundgang am Tag vor dem Ausstellungsbeginn. Die leuchtend hellgrün gestrichenen Wände der unterirdischen Räume in der Dauerbaustelle Augustinermuseum erhellen hier die Düsternis mancher Landschaftsbilder.

In einer „Instagram-Wall“ im Eingangsbereich sieht deren Initiatorin Laura Bergander „ein Fenster in die digitale Gegenwart“. Die Qualität der unkuratiert hochgeladenen Arbeiten ist überraschend hoch; die Sujets sind vielfältig. Alle Schwarzwälder und Touristen sind eingeladen, sich daran unter dem Instagram-Hashtag #blackforeststories weiterhin zu beteiligen. Analog zum Hashtag ist übrigens auch der 223 Seiten dicke Katalog (24,80 € / Eintritt 5 – 7 Euro) zweisprachig gehalten in englisch und deutsch.

Fotos: Arne Bicker

Am Beliebtesten

Nach oben
X