Kulturreport

Durchsichtige Milch

Ein neuer Schritt in Richtung Lebensmitteltransparenz: Die Milchverfolgung. Grafik: Schwarzwaldmilch

Ab sofort können Verbraucher jeden Transportschritt der „Bio Heumilch“ von der Freiburger Schwarzwaldmilch nachverfolgen. Jede Verpackung wird bei der Abfüllung mit einem individuellen QR-Code versehen. Durch dessen Scan mit dem Handy können Verbraucher mithilfe einer passenden App Detailinfos zur individuellen Milchpackung abrufen.

Fragen wie „Wann wurde meine Milch abgeholt?“, „Wie lang war die Transportstrecke meiner Milch?“, „Wie viele Kühe von welchen Höfen haben zu meiner Milch beigetragen?“, finden Antworten in der Milch-Rückverfolgbarkeit, wie man sie bislang allenfalls von Paketdiesntleistern kennt.

Indirekt lassen sich so Informationen zum Wohlergehen der Tiere, zu den Transportwege im Sinne des Klimaschutzes, zu Produktion und Produktqualität in Erfahrung bringen.

„Wir wollen unseren Kunden auf einfachstem Weg aufzeigen, woher ihre persönliche Milch exakt kommt und wann sie unter welchen Bedingungen produziert wurde“, erklärte Andreas Schneider, Geschäftsführer der Schwarzwaldmilch GmbH in Freiburg. Zur lückenlose Erfassung aller Informationen arbeitet die Molkerei mit der „sine qua non GmbH“ zusammen.

Im Hintergrund passiert dabei Folgendes: Die Daten aus dem gesamten Herstellungsprozess, vom Bauernhof bis zur Auslieferung an den Supermarkt, werden zum Teil mit internetfähigen Sensoren erfasst und in einer Cloud gebündelt. Die „Bio-Heumilch“ ist laut Herstellerangaben weltweit das erste Produkt mit diesem innovativen Transparenzcode. Weitere Produkte aus dem Hause Schwarzwaldmilch sollen folgen.

 

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