Kultur

Neues Stadtnetzwerk

Veröffentlicht am 22. April, 2020 | 12:35


Die Stadt Freiburg gibt dem aufgrund der Corona-Krise entstandenen „Wir-Gefühl“ ein digitales Gesicht in Form eines neuen, Online-Stadtnetzwerks unter dem Motto: „Freiburg hält zusammen. Lokal, inspirierend und vertrauensvoll! Das soziale Netzwerk, das mir gehört.“

Heute, Mittwoch, 22. April, wurde das neue Stadtnetzwerk unter der Adresse „www.freiburghaeltzusammen.de“ freigeschaltet; es ist dabei ein Teil der Digitalisierungsstrategie der Stadt Freiburg und der Pläne des Sozialdezernates zur Stärkung von Nachbarschaften und bürgerschaftlichem Engagement.

Die Grundfunktionen des stadtweiten und zugleich stadtteilbezogenen Netzwerks sind vielfältig: Es geht um Nachbarschaftshilfe und Quartiersarbeit. Chatfunktionen, Kommunikation, Vernetzung und Kulturprogramme. Auch lokale Gewerbetreibende können ihre Angebote einstellen.

Gegenüber anderen sozialen Netzwerken will die Plattform Vorteile bieten: Die Daten der Nutzenden seien sicher, so die Stadt, da die se nicht kommerziell ausgewertet würden. Die Chats seien verschlüsselt, und alle Nutzenden dürften zwar für ihre Produkte werben, jedoch keine kommerzielle schalten. Großer Wert werde auf einen freundlichen, respektvollen und offenen Umgang miteinander gelegt.

Oberbürgermeister Martin Horn: „Mit der digitalen Plattform #freiburghältzusammen gehen wir neue Wege, indem wir zeigen, was gemeinwohlorientierte Digitalisierung zu leisten vermag. Das Netzwerk passt zu Freiburg. Es ist genossenschaftlich organisiert, dem Gemeinwohl verpflichtet, und ganz wichtig: Unser Netzwerk ist nachhaltig, datensicher und für die Bürgerinnen und Bürger kostenlos. Deshalb sind alle Freiburgerinnen und Freiburger eingeladen, mitzumachen und die Angebote zu teilen.“

Grundlage der neuen Online-Plattform bildet das Forschungsprojekt SoNaTe, in dem sich die Stadt Freiburg von Beginn an als Anwendungspartnerin engagiert. Es steht für „Soziale Nachbarschaft und Technik“ und wird seit 2015 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit über fünf Millionen Euro im Rahmen der Förderinitiative „Innovationen für Kommunen und Regionen im demografischen Wandel“ gefördert. Die Plattform in genossenschaftlicher Organisation gilt als Modellprojekt.

Auch nach Überwindung der Corona-Pandemie soll es die Freiburger Stadtgesellschaft digital abbilden und vernetzen. Für einen dauerhaften Betrieb der Plattform, nach Abschluss des BMBF-geförderten Forschungsprojekts wurde als Teil des Projektes vom beteiligten Konsortium bereits die SoNaTe Genossenschaft gegründet.

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