Kultur

Energiesparen im Homeoffice

Homeoffice, sweet Homeoffice. Foto: F. Hartmann

Veröffentlicht am 9. April, 2020 | 08:52


Aufgrund der Corona-Krise gehe in Deutschland der Stromverbrauch zurück – das stellt der Freiburger Energie-Dienstleister „badenova“ fest. Und erklärt zeitgleich, wo der Stromverbauch – zumindest ein bisschen – steigt: Im Homeoffice und beim Homeschooling. Dazu gibt die „badenova“ Tipps, wie sich bei der Büroarbeit in den eigenen vier Wänden elektrische Energie sparen lässt.

Dass der Strombedarf manches Haushaltes derzeit höher als gewöhnlich ist, hängt meist an drei Kriterien: Unterhaltungselektronik wird mehr genutzt, es wird mehr gekocht und Büroarbeitskräfte, Studenten und Schüler arbeiten zu Hause. Tatsache ist: Für einen Laptop fallen täglich im Schnitt nur ca. 15 Cent zusätzlich an, für einen PC ca. 50 Cent. Fürs Handyaufladen benötigt man oft nur 1 bis 2 Cent. Wer täglich Herd oder Ofen für 1 Stunde auf höchster Stufe nutzt, verbraucht Energie für knapp 50 Cent.

Fazit: „Wer zu Hause arbeitet, benötigt meist weniger als 1 Euro mehr. Deshalb verzeichnen wir in der badenova-Verbundwarte auch keinen Ausschlag an der Leistungskurve“, so Rudolf Gebert, Leiter der „Verbundwarte bnNETZE“. Wer einige Hinweise umsetzt, verbraucht laut „badenova“ ganz grundsätzlich dennoch nicht mehr Strom als nötig.

Durch schaltbare Steckerleisten, an die man die Heimbürogeräte anschließt, kann man diese vollständig vom Netz trennen, wenn der Arbeitstag vorüber ist. Und man vergisst kein Gerät, das im Stand-by weiter Strom zieht. Wer seinen Arbeitsplatz nahe am Fenster platziert, nutzt Tageslicht und benötigt weniger künstliche Beleuchtung.

Tintenstrahldrucker haben einen geringeren Stromverbrauch als Laserdrucker. Bei manchen Tintenstrahldruckern ist das vollständige Abschalten nicht sinnvoll, da der Druckkopf beim Start mit Tinte gespült wird. Das kann mehr Kosten für Tinte verursachen, als sich durch Verringerung des Stromverbrauchs einsparen lässt.

Moderne Flachbildschirme sind heutzutage meist energieeffizient, doch beim Neukauf sollte man stets auch auf den Stromverbrauch achten und einen Vergleich zwischen den Geräten anstellen. Auch Bildschirmschoner erhöhen den Stromverbrauch. Man sollte sich bei seinem PC oder Laptop hin und wieder die Energiesparmodi ansehen und gegebenenfalls unter „Einstellungen“ eine Änderung vornehmen. Außerdem spart der „Ruhemodus“ Strom. Im Gegensatz zum Stand-by-Modus ist der PC im Ruhemodus abgeschaltet, aber dennoch bei Bedarf rasch einsatzfähig.

In vielen Haushalten läuft der Router Tag und Nacht: Doch er zieht auch Strom, wenn er nicht gebraucht wird. Deshalb darf man dem Router auch gerne mal eine Nachtruhe gönnen, was gleichsam nur dann zu empfehlen ist, wenn das Telefon nicht auch daran hängt und man erreichbar bleiben möchte.

Ob Büro oder Gesamthaushalt: Das Leuchtmittel entscheidet, wie viel Strom für die optimale Arbeitshelligkeit verbraucht wird. Ein Vergleich: Die althergebrachte Glühbirne, die noch häufig verwendet wird, nutzt gerade nur fünf Prozent der Energie für die Lichterzeugung – 95 Prozent verpuffen in ungenutzter Wärme. Halogenlampen sparen im Vergleich immerhin 30 Prozent Energie. Am effizientesten leuchten LEDs: Sie verbrauchen im Vergleich zur Glühlampe bis zu 90 Prozent weniger Strom. Das macht sich auch auf der Stromrechnung bemerkbar.

Gerade wenn Vereinsleben, Freunde treffen und Kultur brach liegen, nutzt so mancher nach getaner Arbeit vermehrt Unterhaltungselektronik. Dass jedoch Spiele-Konsolen oft 50 Prozent mehr Strom verbrauchen als ein modernes Fernsehgerät, sollte man wissen. Und die Datenmengen, die beim Video-Streaming über Plattformen wie Netflix, Amazon Prime, YouTube u.a. anfallen, machen bereits 60 Prozent – mehr als die Hälfte des Datenvolumens – im Internet aus.

Wer seinen Energieverbrauch kennt, sieht Erfolge schneller und tut sich leichter beim Sparen. Mit Hilfe von portablen Strommessergeräten oder dem „Green Pocket Portal“ kann man den Verbrauch einzelner Geräte messen – und entlarvt Stromfresser. Green Pocket bietet einen Überblick über den persönlichen Stromverbrauch. Smart-Home-Geräte wie eine smarte Waschmaschine oder ein smarter Geschirrspüler können zukünftig per App gesteuert werden.

Mehr Infos unter:

Digitaler Stromzähler

Stromeffizienz.de

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