Kultur

Häufigste Vornamen: Emilia und Jakob

Das Freiburger Vornamen-Scrabble 2019. Quelle: Satdt Freiburg.

Veröffentlicht am 7. Februar, 2020 | 11:46


Emilia und Jakob (Jacob) waren die Lieblingsnamen der Freiburger Eltern im Jahr 2019. Das teilte das Standesamt Freiburg heute in seiner Statistik für das abgelaufene Kalenderjahr mit. In den letzten fünf Jahren stand Sophia/Sofia jeweils auf Platz Eins oder Zwei der beliebtesten Vornamen.

Nun ist dieser Name auf Platz Sieben abgerutscht. Stattdessen nimmt Emilia mit 46 Nennungen erstmals den Platz an der Spitze ein. 2016 hatte es dieser Name schon mal auf Platz zwei geschafft. Diesen teilen sich 2019 die Mädchennamen Emma und Hanna(h), die jeweils 38 Mal vergeben wurden. Knapp dahinter folgt auf Platz drei Ella mit 36 Nennungen.

Bei den Jungennamen stand Jakob (Jacob) bereits zwei Mal auf dem Siegertreppchen (2013 und 2017). Im vergangenen Jahr wurde dieser Name nun aber exakt 50 Mal beurkundet – so oft wie kein Jungenname zuvor in den letzten 20 Jahren. Auf Platz zwei folgt, wie schon 2011, Paul mit 43 Nennungen. Am dritthäufigsten wurde Jonas gewählt, der 2016 schon einmal auf Platz eins stand. 39 Jungs erhielten 2019 diesen Namen.

Obwohl die Statistik klare Trends benennt, bleiben die Eltern bei der Namensgebung kreativ: Insgesamt wurden 2019 in Freiburg 2.002 unterschiedliche Erstnamen vergeben. 2019 hatten die Namen wieder häufig einen Bezug zu Flora und Fauna, wie beispielsweise Yunus (türkisch: Delphin), Miral (aus dem arabischen Sprachraum: kleine blaue Blume) oder Dandelion (englisch: Löwenzahn). Auch mystische Zusammenhänge spiegeln sich in der Namensgebung 2019 wider: Albrune kommt aus dem altdeutschen und bedeutet etwa „die das Geheimnis der Elfen kennt“, Alvar steht für das „Elfenheer“ und der Mädchenname Neri für „brennendes Licht“ oder „Meeresgeist“.

Auch bekannte Namen in ganz unbekannter Schreibweise hat das Standesamt eingetragen, darunter beispielweise Anghelina, Arciyelle, Ecclesias, Eilien, Borys, Happynes, Jazzabelle, Jiselle, Kristiyan, Lluc, Lusy, Meiline, Thiemo oder Vilijam.

Das Ranking der beliebtesten Namen bezieht sich auf den Erstnamen. Rund 45 Prozent der Kinder bekamen einen Vornamen, knapp die Hälfte (49 Prozent) noch einen zweiten. Drei Vornamen (5 Prozent) oder mehr bleiben die Ausnahme.

Insgesamt wurden 2019 in Freiburg 5.495 Babys beurkundet – 60 weniger als im Rekordjahr zuvor und 45 weniger als 2017. Wie in den Vorjahren waren es etwas mehr Jungen (2.857) als Mädchen (2.637). Gezählt werden alle Kinder, die hier geboren werden. Etwas mehr als die Hälfte der Eltern kam aus dem Umland in die Freiburger Kliniken.

Mit 120 Zwillingsgeburten wurde fast der Rekordwert (124) aus den Jahren 2016 und 2017 erreicht. Außerdem hat das Standesamt je eine Drillings- und eine Vierlingsgeburt verzeichnet. Der Freiburger „Geburtstag des Jahres“ war der 24. April 2019 mit 29 Neugeborenen. Die meisten Geburten gab es im Sommermonat August (509), die wenigsten, im Februar und im Dezember (jeweils genau 410).

Die jüngste Mutter war 16 Jahre alt, die älteste 49. Die Väter bewegten sich altersmäßig in einer Bandbreite zwischen 17 und knapp 73 Jahren. Der größte Altersunterschied zwischen den Partnern lag bei 31 Jahren. Ähnlich wie in den Vorjahren war knapp ein Drittel der Eltern (31,5 Prozent) nicht verheiratet.

Am Beliebtesten

Nach oben
X