Kultur

Saftige Strafen fürs Müllwegwerfen

Müll auf dem Platz der alten Synagoge am Abend des 9. August 2020. Foto: Arne Bicker

Veröffentlicht am 9. August, 2020 | 21:42


Der städtische Vollzugsdienst geht ab sofort verstärkt gegen Vermüllung in der Freiburger Innenestadt vor. Die Mitarbeiter der städtischen Abfallbeseitigung (ASF) klagen seit längerem über eine zunehmende Vermüllung auf dem Platz der alten Synagoge, auf dem Augustinerplatz, im Bermudadreieck und an vielen anderen Orten der Altstadt.

Obwohl zumeist ausreichend öffentliche Mülleimer zu finden sind, landen Flaschen, Büchsen, Kartons und anderer Partyabfall vor allem freitags- und samstagsnachts vermehrt auf öffentlichen Plätzen und Straßen, auf Bänken, in Bächlen oder auf Brunnenrändern wie zum Beispiel Oberlinden.

Das Müllaufkommen in Freiburg habe sich im öffentlichen Raum in den letzten Monaten gegenüber den Vorjahresmonaten um mehr als 20 Prozent erhöht, heißt es dazu in einer städtischen Mitteilung. Die Stadt Freiburg belegt derlei Ordnungswidrigkeiten nun seit dem 1. August mit drastisch erhöhten Bußgeldern.

Demnach kann das Wegwerfen einer Zigarette schon 100 Euro Bußgeld kosten, das Liegenlassen von Glasflaschen 150 Euro, bei Glasscherben sind 200 Euro Bußgeld fällig.

Der Gemeinderat hat am 28. Juli über Maßnahmen zu mehr Sauberkeit in der Stadt entschieden und dem von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen Katalog zugestimmt. Gesetzliche Grundlage für höhere Bußgelder bei Müllverstößen sind Bestimmungen des Landes, die seit Dezember 2018 gelten.

 

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