Kultur

Da hilft keine Magie

Kann ein Magier nicht einfach die Corona-Krise wegzaubern? leider nein. Willi Auerbach, alias „The Magic Man“, aus Waldkirch sagt: „Ein Zauberkünstler Kollege von mir, der in China lebt und arbeitet, bring es auf den Punkt: In Asien legt jeder Bürger den Fokus darauf, die Epidemie so schnell wie möglich zu stoppen, wie er mir berichtete. In Europa hingegen sorgen sich die Menschen in erster Linie um das, was ihnen finanziell oder an Freiheit verloren geht. Entscheidungen werden nur zögerlich getroffen, Hilfen nur zögerlich zugesagt.“

Auerbach weiter: „Covid-19 trifft unsere Branche im Kulturbereich natürlich sehr hart. Bei mir wurden sämtliche Auftritte in den kommenden drei Monaten abgesagt. Aber es bringt nichts, sich in Selbstmitleid zu stürzen. Wir alle haben jetzt eine gesellschaftliche Verantwortung: Und zwar die Ausbreitung so schnell wie möglich einzudämmen und damit die wirklichen Helden dieser Tage, die Angestellten im Gesundheitssystem, zu entlasten. Wichtig ist aber auch, dass wir Künstler, ebenso wie andere betroffene Unternehmer, schnell und unbürokratisch Unterstützung vom Staat erhalten. Wir Künstler und Kulturschaffende müssen die Krise überstehen, um danach wieder die Gesellschaft mit unserer Kunst unterhalten können.“

Als offizieller Botschafter der Äthiopienhilfe ‚Menschen für Menschen‘ erklärt Willi Auerbach: „Ich wünsche mir, dass wir nun als Gesellschaft zusammenhalten. Wir müssen die Risikogruppen schützen, indem wir zu Beispiel für ältere Menschen einkaufen gehen. Und wir dürfen in dieser Zeit nicht diejenigen vergessen, denen es noch viel schlechter geht als uns. Wenn diese Pandemie Länder wie Äthiopien trifft, dann werden die Zustände und Probleme dort nicht vergleichbar mit unseren Sorgen sein.“

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