Kultur

Freiburger Aktion „Kulturgesichter0761“

Die Aktion "gesicht zeigen für die Kulturbranche in Freiburg". Fotos: Felix Groteloh

Veröffentlicht am 18. November, 2020 | 12:45


Zahlreiche Freiburger Kulturschaffende beteiligen sich mit einer eigenen Aktion „Kulturgesichter0761“ an der bundesweiten Initiative der Veranstaltungsbranche „Ohne uns ist´s still“. Über Genregrenzen hinweg wollen die Freiburger Kulturschaffenden so auf die prekäre Situation aller VeranstalterInnen, KünstlerInnen, DienstleisterInnen und soloselbstständigen Kultur-UnternehmerInnen im Großraum Freiburg hinweisen – und sich zeigen.

Seit 10. März 2020 unterliegt die Freiburger Kulturbranche aufgrund des coronabedingter Veranstaltungsverbote und -einschränkungen annähernd still. Mit der Aktion „Kulturgesichter0761 – Ohne uns ist´s still“ soll den betroffenen Kulturschaffenden ein Gesicht verliehen werden, um der Bevölkerung und der Politik zu vermitteln, wie viele menschen tatsächlich durch die Beschränkungen betroffen sind.

Das Projekt soll aufzeigen, wer alles an der Umsetzung eines Konzerts, Tanz- oder Theaterstücks beteiligt ist, wer im Dienst der Kultur- und Veranstaltungsbranche in Freiburg steht und Teil des sechstgrößten Wirtschaftszweiges der Bundesrepublik mit über 1,5 Millionen AkteurInnen ist. All diese Menschen kämpfen derzeit um die Erfüllung und Erhaltung ihrer Kunst, ihres Schaffens und teilweise um ihre wirtschaftliche Existenz.

Die Initiatoren der Aktion unter der Schirmherrschaft des ersten Bürgermeisters Ulrich von Kirchbach bemängeln den Mangel an passgenauen Hilfen seitens des Staates und vorausschauenden Plänen „für eine regulierte, schrittweise Rückkehr der Kultur in den Alltag der Freiburger Allgemeinheit“. Es dürfe nicht außer Acht gelassen werden, dass es nicht nur um das reine Überleben in Punkto Geld und Finanzen gehe; die Unterstützung sei unerlässlich und müsse „so oder so weiter angepasst werden“.

Geplant sind nun eine Veröffentlichung der Fotos online & in sozialen Medien, eine Spenden- und Plakataktion, eine Podiumsdiskussion, eine Ausstellung auf dem Platz der Alten Synagoge sowie die Bildung eines freien Netzwerkes „Kulturbranche Freiburg“ zur genreübergreifenden Vernetzung aller AkteurInnen der Freiburger Kulturwirtschaft, um zukünftig Ziele gemeinsam erarbeiten und erreichen zu können, für mehr Wissenstransfer und zur Stärkung der Musik- und Kulturstadt Freiburg.

Das Poster zum Vergrößern bitte anklicken:

Plakat „Kulturgesichter0761“

Am Beliebtesten

Nach oben
X