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Lianne La Havas in „Young. Black. British.“

Die Musikerin Lianne La Havas. Foto: ZDF / WMG

Veröffentlicht am 28. September, 2020 | 16:37


Die junge Londoner Musikerin Lianne La Havas, die gerade ein grandioses Soul-Album unter gleichem Namen herausgebracht hat, ist eine der ProtagonistInnen, die in der ZDF-TV-Dokumentation „Black and British.“ schildern, wie sehr sie die „Black Lives Matter“-Demonstrationen bewegt haben.

Großbritannien im Umbruch – die Coronakrise und der Brexit haben den Briten schwer zugesetzt. Mitten in diesem Chaos demonstrierten junge schwarze Briten zuletzt für eine bessere Zukunft. Unter ihnen: Rapper Stormzy und die Singer-Songwriterin Lianne La Havas. Die ZDF-auslangsjournalo-Doku „Jung, Schwarz, Britisch“ (hier online in der ZDF-Mediathek zu sehen) geht Diana Zimmermann, Leiterin des ZDF-Studios in London, den neuen und alten Fragen zum Rassismus im Vereinigten Königreich nach.

Noch immer sind schwarze Menschen in Großbritannien im Schnitt ärmer, schlechter ausgebildet, selten in wichtigen Positionen zu finden – und sie sterben früher als Weiße. „Corona ist weniger tödlich als Rassismus“ stand auf Plakaten, die bei den „Black Lives Matter“-Demonstrationen im Juni 2020 hochgehalten wurden. Auf einer dieser Demonstrationen wurde auch der Rapper Stormzy gesichtet, der den Rassismus im Land offen anspricht – in seinen Liedern und im Interview.

Zum ersten Mal hat Melanie Onovo die berühmte Universität Oxford als Siebenjährige im Fernsehen gesehen und beschloss: Dort werde ich studieren. Nun ist die 19-Jährige am Christchurch College – und schockiert von dem alltäglichen Rassismus dort. Der britische Rassismus, erläutert Danny Dorling, Professor für Geografie in Oxford, sei die Voraussetzung für das Empire gewesen, und er sei noch immer sehr einflussreich, gerade an dieser Top-Universität, an der seit Jahrzehnten die Elite des Landes ausgebildet werde.

Der britische Musiker Stormzy. Foto: ZMF / WMG

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