Kunst

Neujahrsgruß einer Künstlerin

Maria Cristina Tangorra. Foto: Nana Fiedler

Veröffentlicht am 6. Januar, 2021 | 01:48


das Kulturmagazin ZETT. veröffentlicht an dieser Stelle die Neujahrsbotschaft einer Künstlerin aus der Region: Maria Cristina Tangorra stammt aus Mailand und lebt in Lahr.

Liebe Kollegen, liebe Freunde und Kunstliebhaber,

2020 war ein für uns alle schwieriges Jahr. Die Kunst- und Kulturbranche wurde von den Maßnahmen der Regierung sehr wahrscheinlich am härtesten getroffen; viele ihrer Akteure sind in ernsthafte, wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. An sie, an erster Stelle, gehen meine herzlichsten Wünsche für eine bessere Zukunft.

Für mich wie für viele Kollegen ist es zum Teil schwierig geworden unbeschwert gestalterisch der Welt entgegenzutreten. Manche flüchten ins reine Ästhetische, andere schwimmen mit im politisch korrekten Strom, um Posten, Engagements und Aufträge nicht zu verlieren. Viele andere beziehen dennoch Position und lassen die kritische Stimme der Kunst trotz aller Schwierigkeiten erklingen.

Wem meine Gedankenwelt vertraut ist, der/die weiß, wie stark mein Interesse an den antiken Göttern schon immer war, auch am alten Pan, der unter anderem ruhende Herdentiere zu jäher Massenflucht aufjagte. Dennoch hoffe ich für mich und für uns alle auf ein baldiges Ende des panischen Chaos‘, das unsere Welt überfahren hat.

Auch hoffe ich, dass sowohl die Lager, die unsere Gesellschaft zunehmend spalten, wie auch die Differenzen, die diese Krise zwischen Bekannten und Freunden, Nachbarn und Arbeitskollegen hervorgerufen hat, zur fruchtbaren Vertiefung der eigenen Überzeugungen im vollen Respekt der Meinung des Anderen führen werden. Nur so werden wir unsere lang erkämpfte freiheitliche Gesellschaft verteidigen können.

Ich wünsche Euch allen, dass viele innovative Ideen eure Arbeit im neuem Jahr bereichern mögen und dass Liebe, Hoffnung und Vertrauen im Kreise unserer Liebsten uns begleiten werden.

„Lasst uns dankbar sein gegenüber Menschen, die uns glücklich machen. Sie sind liebenswerte Gärtner, die unsere Seele zum Blühen bringen.“ (Marcel Proust)

Mit meinen herzlichsten Grüßen

Maria Cristina Tangorra

 

 

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