Kultur

Online-Musik-Festival an Ostern

Ein Online-Musik-Festival? warum nicht, meint die Raketerei. Bild: Flyer

Veröffentlicht am 6. April, 2020 | 14:07


„Was zum Geier können wir Ostern nur machen?“, fragte sich Imke Machura, Macherin der Musik-Agentur „Raketerei „, die sich als „Räuberleiter für Musikerinnen in die Musikbranche“ versteht. Und schon war es geboren, das virtuelle Online-Live-Festival für Wohnzimmer, Balkone und Terrassen.

Von Freitag, 10., bis Montag, 13. April, bestreiten zwölf Musikerinnen ein Online-Festival, das es so noch nicht gab. Der ‚Festivalpass‘ kostet 14 Euro. Die zwölf Künstlerinnen aus ganz Deutschland und aus nahezu allen Genres werden die Zuhörerinnen gemeinsam durch das gesamte Osterwochenende begleiten. Dabei entführen sie ihr Publikum in jeweils dreißigminütigen Sets in ihre ganz persönliche musikalische Welt – mal auf Deutsch, mal auf Englisch, mal auf Spanisch; mal mit Gesang, mal mit Band, mal rein instrumental.

Anna-Maria Barth, ebenfalls Musikerin, wird das abwechslungsreiche Programm durch gemeinsame Meditationssessions ergänzen. Sowohl den Samstag als auch den Sonntag leitet sie durch gezielte Achtsamkeits- und Konzentrationsübungen ein, um die Zuhörerinnen auf die bevorstehende musikalische Unterhaltung einstimmen.

Die gesamte Veranstaltung findet auf einer virtuellen Raketerei-Festivalbühne statt. Der Ticketerwerb ermöglicht den direkten Zugang. Für die Regionen, in denen kein stabiles Internet gegeben ist, stehen die Auftritte nach jedem Gig als Mitschnitt zur Verfügung.

Das Online-Line-Up:

Tabea Booz
Freitag, 10.04.2020, 18.30 Uhr
Tabea Booz ist Sängerin und Songschreiberin, mit einer wunderbar klangvollen und facettenreichen Stimme, der man auch im poppigen Gewand ihre Verbindung zum Soul und Jazz anhört. In ihren deutschsprachigen Songs, die in den Weiten des Pops auf analogen Synthesizern und ehrlicher Lyrik basieren, beschreibt die in Stuttgart lebende Musikerin ihre vielschichtige Welt – es ist die einer jungen, selbstbewussten Frau, die nicht nur laut und fröhlich, sondern auch leise und melancholisch sein kann.

Juc
Freitag, 10.04.2020, 19.30 Uhr
»Um wahre Freude empfinden zu können, muss man irgendwann einmal richtig, richtig traurig gewesen sein … Wahre Freude wird aus Krisen, Scheitern und Pech geboren. Wahre Freude hat immer einen Schatten.« Juc, aus Augsburg stammend, kreiert mit ihrem melancholischen Electro-Pop einen emotionalen safe space für ihr Publikum. Er soll zum Loslassen und Fühlen einladen. Ihre Debüt-EP »Hello, my name is«, bestehend aus fünf Songs, drei Eigenkompositionen und zwei Covern, gewährt einen ungefilterten Einblick in ihre emotionale Welt.

Josephine Wirtssohn von APILA
Samstag, 11.04.2020, 16.30 Uhr
Josephine Wirtssohn ist eine der drei Stimmen des Trios »APILA«.
APILA macht anspruchsvolle Popmusik für Kinder und ist dabei live ein Erlebnis für Ohren, Augen und Herz. Vereint werden moderne Popmusik mit kindergerechten Texten und Themen. In ihre wunderbar melodischen Songs verpacken APILA stets ermutigende Botschaften. Lockere Mitmachaktionen wechseln sich mit feiner musikalischer Unterhaltung ab. Musicaldarstellerin Josephine Wirtssohn bringt sowohl für Kinder als auch fürs erwachsene Publikum berührende Ohrwürmer und schwungvolle Kinderhits mit Inhalt auf die Bühne.

Franziska Schicketanz
Samstag, 11.04.2020, 17.30 Uhr
Franziska Schicketanz schreibt deutschsprachige Popmusik, die feinfühlig, emotional geladen und spürbar ehrlich an den Zuhörer tritt. Darin erzählt die Gewinnerin des »Thüringen Grammy« von Liebe, besonderen Momenten und deren Vergänglichkeit, aber auch von der Angst vorm Scheitern und vom Mut, diese gleich wieder zu überwinden. Ob im Duo oder mit ihrer Band, auf der Bühne bezaubert die Musikerin, die schon als Support-Act für Alin Coen auf Tour war, mit ihrer Natürlichkeit und ausdrucksstarken Stimme. Am 15.05.2020 erscheint ihre neue Single »Rauschen«.

MRJN
Samstag, 11.04.2020, 18.30 Uhr
Die Kölner Sängerin und Gitarristin erobert die Herzen ihres Publikums im Sturm: Mit einer Mischung aus Selbstbewusstsein und Verletzbarkeit öffnet MRJN die Tore zu ihrer Welt. Begleitet durch elektronischen Pop, setzt MRJN ihre gefühlvolle Stimme gekonnt ein und verleiht dieser mit RnB-Akzenten einen Hauch von Sehnsucht. Ihre autobiografischen Texte handeln von Selbstliebe, Wut und Schmerz. Trotz der Verarbeitung von Tabu-Themen findet MRJN die richtige Balance zwischen den Welten, lädt zum Nachdenken und Träumen ein. MRJN präsentiert Stücke aus ihrem Debütalbum »ALIEN«.

TOKUNBO
Samstag, 11.04.2020, 19.30 Uhr
TOKUNBO ist Songpoetin und bezaubert mit Geschichten zwischen Abschied und Heimkehr. Bekannt geworden als Stimme von Tok Tok Tok und mit fünf German Jazz Awards geadelt, entführt die Singer/Songwriterin in ihre dunkelschöne Folk-Noir-Welt. Seit ihrem Debüt als Solo-Künstlerin mit dem Album »Queendom Come« zelebriert sie die Liaison ihrer außergewöhnlichen Stimme mit fragilen Gitarrenklängen und fantasievollen Arrangements. Die Magie der Vollblutmusikerin entfaltet sich jedoch vollends live, wo sie mit zauberhafter Präsenz die geheimnisvolle Welt ihrer schwebend-filigranen Songs entspinnt.

Isabelle Bodenseh mit Jazz à la flute
Sonntag, 12.04.2020, 16.30 Uhr
Das Flöten-Gitarren-Duo Jazz à la flute präsentiert mit »The good life« ein Programm aus leidenschaftlicher, virtuoser, mit Witz und Passion gespielter Musik und darf zu einem der außergewöhnlichsten Duos in der aktuellen Jazzlandschaft gezählt werden. Die temperamentvolle Halbfranzösin Isabelle Bodenseh bringt durch ihre immense flötistische Erfahrung einen riesigen Fundus an Klangmöglichkeiten mit. Kombiniert mit der jahrzehntelangen Erfahrung von Lorenzo Petrocca erlebt das Publikum bereits während des ersten Stückes, mit welcher Intensität, Hingabe und großem Entwicklungsreichtum die kongenialen Partner zusammenspielen. Ein begnadetes Duo, hörbar einmalig und eng verwoben.

Sara Decker
Sonntag, 12.04.2020, 17.30 Uhr
Die preisgekrönte Jazz-Sängerin und Komponistin Sara Decker (NRW Künstler Stipendium 2019, Academy Band Montreux Jazz Festival 2018, Montreux Jazz Voice competition 2017, European Jazz Award 2015) stellt beim RAKETEREI the female in music Festival erstmalig ihre Eigenkompositionen, im Quartett mit ihrer quarantäne-erprobten Musiker-WG, vor. Ihre Musik verbindet improvisatorische Jazz-Elemente mit Pop-Stilistik und lädt zum Zuhören, Nachdenken und Entspannen ein. Das Highlight: Sara gewährt einen exklusiven Einblick in ihr zweites Album, »poetryfied«, welches im September 2020 (bei AMC records) erscheinen wird.

Klara Finck
Sonntag, 12.04.2020, 18.30 Uhr
Klara Finck, Sängerin und Komponistin, wird ihr Publikum mit ihrer Stimme, dem Klavier und dem Akkordeon musikalisch in die Goldenen Zwanziger zurückversetzen, wobei Einflüsse aus der Steinzeit und der Moderne nicht auszuschließen sind. Aus ihrem aktuellen Chanson-Programm »Spiel mir das Lied vom Tod und dem Mädchen« trägt sie eigene kabarettistische Lieder vor, die zum Staunen, Schmunzeln und Bewegtsein einladen.

Blanca Núñez Ruiz
Sonntag, 12.04.2020, 19.30 Uhr
Die spanische Sängerin, Komponistin und Multi-instrumentalistin Blanca Núñez Ruiz lebt seit 2003 in Deutschland. Ihre jahrelange Reise der kulturellen Integration spiegelt sich in ihrer Musik wider. Die Klassik, »The Beatles«, spanisch-keltischer Folk, Jazz u. v. m. sind Teile ihres nährenden, musikalischen Bodens. In ihren Songs baut sie lyrisch-eklektische Räume, in denen ihre Gefühlswelt und dessen Sensibilität eine Stimme findet. In ihren Texten auf Spanisch verarbeitet sie ihren Weg, die Essenz des Lebens sowie das Miteinander. Mit ihrer klaren, ausdrucksstarken Stimme, selbstbegleitet, schafft sie live subtil und gefühlvoll einen kraftvollen Ort der Herzlichkeit.

_gwencobain
Montag, 13.04.2020, 16.30 Uhr
GWENCOBAIN ist ein ehrlicher Mix aus Pop, Rock und RnB für alle, die es nicht ganz so weichgespült und glatt mögen. Ihre Songs klingen, als hätte Gwen Stefanie eine Platte mit den RHCP aufgenommen und sie von Kurt Cobain produzieren lassen. Ein unverwechselbares Markenzeichen ist ihre markante Stimme, die dem Hörer mit viel Gefühl autobiografische Geschichten erzählt.

Linda Kyei
Montag, 13.04.2020, 17.30 Uhr
»Musik wird für mich dann spannend, wenn sie Raum für Entwicklung und Entfaltung bietet« – unter diesem Motto spielt und produziert die Sängerin, die ihre Wurzeln in Ghana hat, ihre Kompositionen gemeinsam mit ihrer Band. Kyei, deren Name wie das englische »J« ausgesprochen wird, lässt alles in ihr Projekt mit einfließen, was sie liebt und was sie geprägt hat. Warme Sounds, klare Songstrukturen, die dennoch viel Raum für den Jazz bieten, elektronisch angereicherte Beats und eine vom Gospel geprägte Stimme. So lässt sich das Ergebnis wohl am besten beschreiben.

 

 

 

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