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Risiko COVID-19

Rauchen macht schwere Verläufe wahrscheinlicher

Veröffentlicht am 29. Mai, 2020 | 13:38


Raucher haben ein erhöhtes Risiko, schwerer als Nichtraucher am Coronavirus zu erkranken. Darauf machte die Landesärztekammer Baden-Württemberg in der vergangenen Woche anlässlich des Weltnichtrauchertags aufmerksam. „Alles, was der Lunge und den Atemwegen schadet, erhöht die Wahrscheinlichkeit für einen schweren COVID-19-Verlauf.

Gerade vor diesem Hintergrund sollte sich jeder vor Augen führen, welch ein Gefahrenfaktor das Rauchen ist“, sagt Dr. Wolfang Miller, Präsident der Landesärztekammer. „Wir empfehlen, den gleich doppelten Anlass – Corona-Krise und Weltnichtrauchertag – als Gelegenheit zu nutzen, gründlich über den Wert der eigenen Gesundheit nachzudenken und das Rauchen aufzugeben. Die Ärztinnen und Ärzte in Baden-Württemberg stehen dabei mit Rat und Tat zur Seite.“

 Wer raucht, schädigt seinen Körper auf vielfältige Weise. Ganz besonders wird dabei die Lunge in Mitleidenschaft gezogen. Deshalb sind Raucher generell anfälliger für eine Infektion mit Bakterien oder Viren. Vereinfacht gesagt arbeiten die Abwehr- und Selbstheilungskräfte des Bronchialsystems durch die inhalierten Giftstoffe nur eingeschränkt. Viren, Bakterien und andere Schadpartikel treffen daher auf weniger Widerstand, setzen sich besser fest und können sich ungehemmter vermehren.

Als Folge kann es zur Lungenentzündung kommen. „Wir ermutigen alle Ausstiegswilligen, das Gespräch mit dem betreuenden Arzt zu suchen“, so Dr. Miller. „Wer mit dem Rauchen aufhört, investiert in ein längeres und besseres Leben.“

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