Sonstiges

Spendenaufruf: Hilfe für Svenja

Svenja (21) leidet unter ständig wiederkehrenden Angstzuständen, die sie in Traumata versetzen. Deshalb braucht sie dringend einen Assistenzhund an ihrer Seite. Foto: Svenja Peterreins

Veröffentlicht am 29. April, 2021 | 12:09


Svenja Peterreins (21) lebt alleine und verbringt viel Zeit in ihrer kleinen Wohnung. Das ist nicht nur den Umständen durch Corona geschuldet, sondern Svenja leidet an Angststörungen, Panikattacken und anderen psychischen und körperliche Erkrankungen. Als Begleiter im Alltag braucht sie einen Assiszenzhund an ihrer Seite. Doch die Ausbildung für solch einen Hund ist teuer. 

Einfach mal so aus dem Haus gehen und schnell was einkaufen, das geht bei Svenja nicht. Sie wurde in ihrer Vergangenheit mehrfach sexuell missbraucht und kämpft seitdem mit Flashbacks und Panikattacken – diese lassen sie von einem Moment auf den anderen erstarren und sie in einen bewusstsseinslosen Zustand treten. Wenn Svenja wieder zu sich kommt, erinnert sie sich nicht daran, was grade passiert ist. Diese Dissoziationen können von Minuten bis mehrere Tage andauern. „Ich lebe dann meinen Alltag oder ich verletze mich oder ich starre einfach nur oder manchmal auch sieht man mir an was ich grade durchmache“, erzählt Svenja.

„Ich bin sehr, sehr selten glücklich“

Den Realabschluss hat Svenja geschafft, doch schon in der Schule war jeder Tag eine Qual: „Ich sehe nach außen hin glücklich aus, aber ich bin es sehr, sehr selten. Ich habe die meiste Zeit eine Maske auf“, sagt die junge Freiburgerin. Um sich abzureagieren und unter Menschen zu sein, spielt Svenja Eishockey im paralympischen Team des EHC Freiburg: „Austeilen, aber im Training auch mal eins auf den Deckel bekommen, tut auch mal gut“, sagt Svenja. Leider findet in Coronazeiten kein Training mehr statt und sie kann ihre Teamkameraden nicht mehr treffen. Seit fast einem Jahr traut sich die junge Erwachsene kaum noch alleine vor die Türe.

Svenja möchte Hebamme werden

Der Kontakt zur Familie ist schwierig. Jetzt steht für Svenja eigentlich die Phase der Berufsorientierung an. Aufgrund ihrer Erkrankungen könnte sie einfach nur Rente beziehen, doch Svenja möchte arbeiten, möchte am Leben teilhaben. Einen Traumjob hat Svenja auch schon im Auge: Sie möchte gerne Hebamme werden. Doch ihr gesundheitlicher Zustand lässt einen Arbeitsalltag nicht zu. Auch die Medikamente, welche sie wegen ihrer Angstzustände nehmen muss, schwächen sie. Was ihr helfen kann ihre Angstzustände zu kontrollieren, ist die ständige Begleitung durch einen ausgebildeten Assistenzhund. Dieser kann sie bei Panikattacken, Dissoziationen und Flashbacks aus ihren Traumata zurückholen oder sie erst gar nicht hineingeraten lassen, dass sie sich nichts antut oder sich in Gefahr begibt. Ein Assistenzhund wird aber noch vieles mehr erlernen außer das sogenannte „Bloggen“.

Ein Assistenzhund kostet über 25.000 Euro

Svenja hat sogar schon einen Labradorwelpen in Aussicht, doch die Ausbildung für diese Hunde ist sehr teuer. Von ihrer Krankenkasse wurde Svenja abgewiesen. Deshalb sammelt sie auf eigene Faust über die Online-Plattform „betterplace.me“ Spenden für ihren vierpfotigen Begleiter. Über 25.000 Euro muss sie zusammenbekommen. Dank Kooperationen wie mit „Lio’s Café“ in Weingarten, das Café spendete eine Woche lang einen Teil der Einnahmen beim Kauf bestimmter Produkte an Svenja, wird die 21-Jährige bei ihrer Spendenaktion tatkräftig unterstützt. An die 2.500 Euro konnte Svenja so bereits sammeln. Wer Svenja unterstützen möchte, kann unter dem Link (einfach QR-Code scannen) spenden und Svenja bei der Finanzierung für einen treuen Begleiter und eine angstfreie Zukunft helfen.

Svenja, wir wünschen dir alles Gute!

 

Svenja Peterreins / Instagram @svenja_cordula_peterreins

Jetzt spenden für Svenja: www.betterplace.me/weggefährteaufvierpfoten

 

 

Am Beliebtesten

Nach oben
X