Kultur

Stadtjubiläum ausgesetzt

Ausgebremst: Stadtjubiläums-Chef Holger Thiemann sind vorerst die Hände gebunden. Foto: Arne Bicker

Dem Programm zum Freiburger 900-Jahre Stadtjubiläum wurde der Stecker gezogen: Eine Zwangspause bis Anfang September ist jetzt offiziell verordnet. Der Freiburger Gemeinderat soll im Juni über das weiteres Vorgehen entscheiden. Zur Debatte steht eine mögliche Verlängerung des Verastaltungszeitraums bis in den Frühsommer 2021.

Nachdem aufgrund der Corona-Krise das Veranstaltungsleben in Freiburg fast vollständig zum Erliegen kam, geriet nun auch der Fortgang des Freiburger Stadtjubiläums in den Fokus. Oberbürgermeister Martin Horn sagte: „Wir wollen gerade jetzt, wo die Stadtgesellschaft vor einer nie dagewesenen Herausforderung steht, den Geburtstag der Stadt nicht einfach ausfallen lassen, sondern ihn unter veränderten Vorzeichen begehen. Wir wollen das Feiern jetzt durch Zusammenhalt, Solidarität und Kreativität ersetzen. Im kommenden Frühjahr könnten wir dann den Geburtstag unserer Stadt mit einem gemeinsamen Abschluss des Jubiläumsjahres feiern.“

Holger Thiemann, Leiter der Projektgruppe Stadtjubiläum, hat gemeinsam mit dem Ersten Bürgermeister Ulrich von Kirchbach einen neuen Zeitplan unter Abwägung mehrerer Szenarien vorgelegt, der dem Gemeinderat am 30. Juni zum Beschluss vorgelegt wird. Geplant ist, dass das Veranstaltungsprogramm des Stadtjubiläums zunächst bis zum Ende der Sommerferien am 7. September pausieren soll.

Die Veranstaltungspause nutzt das Stadtjubiläum bereits, um auf der Homepage www.2020.freiburg.de Angebote der städtischen Initiative „#freiburghältzusammen“ zu präsentieren. Das Jubiläumsprogramm könnte im September erneut starten und viele der Projekte, die bis dahin ausfallen müssen, im Herbst und im kommenden Frühjahr nachgeholt werden. Als Abschluss des Jubiläumsjahres ist ein ein großes Stadtfest im Juni 2021 angedacht.

Eine Verlängerung bis in den Frühsommer 2021 erscheint dringend geboten, weil alleine im Zeitraum März bis August weit über 300 Jubiläumsprojekte nicht stattfinden können. Um all diese Veranstaltungen nachzuholen, reicht der Herbst allein nicht aus. Zudem werden auch alle anderen Freiburger Veranstalter, wie das Konzerthaus, das Stadttheater, Jazzhaus, Vorderhaus, die Messe Freiburg, Clubs und Vereine versuchen, im Herbst ihre ausgefallenen Veranstaltungen nachzuholen; ein Überangebot wird befürchtet.

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