900 Jahre Freiburg

Synagogen-Modell ergänzt den Brunnen

Das Modell der Alten Synagoge. Foto: Patrick Seeger / Stadt Freiburg

Veröffentlicht am 12. Dezember, 2020 | 20:08


Ein bronzenes Modell der früheren Freiburger Synagoge ergänzt den Brunnen auf dem Platz der Alten Synagoge als Erinnerung und Mahnmal. das Modell zeigt die Freiburger Synagoge vor der Zerstörung in der Reichspogromnacht Jahr 1938 und weist damit sinnvoll auf die Bedeutung des Brunnens in Form des Grundrisses hin.

Auf dem Sockel des Modells ist die Inschrift „Denn mein Haus wird ein Haus des Gebets für alle Völker genannt werden, Jesaja 56,7″ auf Deutsch, Hebräisch, Englisch und Französisch zu lesen. Das Zitat stand in ähnlicher Form an dem Eingang der alten Synagoge. Der Künstler und Steinmetz Tobias Eder hat das Modell gefertigt.

Der Synagogenbrunnen ist ein Ort des Erinnerns an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus. Der Platz der alten Synagoge, an dem der Brunnen liegt, ist aber auch ein stark frequentierter, attraktiver urbaner Platz. Weil immer wieder Kleinkinder den Brunnen im Hochsommer zum Baden nutzen, wurden nach der Eröffnung des Platzes im November 2017 zwei Informationsstelen aufgestellt. Das Modell ergänzt nun diesen begleitenden Informationszweck.

Seit Anfang November umrahmt zudem ein Bronzenes Band den Synagogenbrunnen. Es soll den Brunnen als Ort der Erinnerung deutlicher wahrnehmbar machen. Zuvor wurden bereits Piktogramme mit Verhaltenshinweisen am Brunnen installiert. Hier wird etwa angemahnt, keinen Müll in den Brunnen zu werfen oder den Brunnen nicht zu betreten. Des Weiteren soll im ersten Halbjahr 2021 zusätzlich noch eine digitale Infostele errichtet werden.

 

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